Ratgeber Schnarchen - Nächtliches Bäumefällen muss nicht sein!

Januar 07, 2019

Ratgeber Schnarchen - Nächtliches Bäumefällen muss nicht sein!

Das Bäumefällen nervt den Bettnachbarn und man wacht morgens gerädert auf. Sie fühlen sich nicht ausgeschlafen und leistungsfähig. So geht es vielen Schnarchern. Daher ist es wichtig die Ursache zu finden und ggf. einen Facharzt zu Rate zu ziehen.

Wie genau entsteht eigentlich das nächtliche Schnarchkonzert?

Die Muskeln im Rachenbereich erschlaffen im Schlaf und die weichen Gaumenteile beginnen im Luftzug des Atems zu vibrieren. Zusätzlich verengen sie die Atemwege, wenn der Zungengrund in Rückenlage zurückfällt. Der Geräuschpegel steigt enorm und das Schnarchen wird verstärkt.

Was sind die Hinweise für nächtliches Schnarchen?

Der Schnarcher selbst, merkt es kaum, es sei denn, er wird seiner Liebsten oder seinem Liebsten unsanft geweckt. Schnarchen bekommen das häufig nur unbewusst mit und glauben, gut geschlafen zu haben. Morgendliche Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder gar ein Leistungsknick können Symptome eines typischen Schnarchers sein. Ebenso kann ein trockener Mund ein Hinweis dafür sein, dass man schnarcht.

Was kann noch Ursache des Schnarchens sein?

- Fehlstellungen des Kiefers

- vergrößerte Rachenmandeln

- Nasenatmungsbehinderungen / Septumdeviation

- Übergewicht / Adipositas

- chronische Nasennebenhöhlenentzüdungen /Sinusitis

- Erkältungen und Infekte

- Schlafmittel und Schlaftabletten

Sogar Adipositas (Übergewicht) kann ursächlich für das Schnarchen verantwortlich sein. Aber wie kann das sein? Die oberen Luftwege können das Schnarchen, durch Fettgewebe und – Ablagerungen im Rachen- und Zungenraum sowie im Nackenbereich, begünstigen.

Wie wirkt sich Kaffee oder das Rauchen auf das nächtliche Schnarchverhalten aus?

Durch Kaffee und Rauchen schwellen in der Nacht die Schleimhäute an, die Atemwege verengt und das Bäumefällen nimmt seinen Lauf.

Schnarchen ältere Menschen öfter?

Ja, denn die Muskulatur im Rachenbereich wird schwächer. Daher schnarchen älteren Menschen öfter und häufiger, als junge Menschen. Häufig sind Männer an 50 betroffen.

Was kann man selbst tun, um das Schnarchen nicht noch zu verstärken oder zu fördern?

Verzichten Sie auf Alkohol und vermeiden Sie Übergewicht. Schaffen Sie sich eine begünstigte Nachtruhe: Gehen Sie nicht übermüdet ins Bett, denn auch das kann eine Ursache des Schnarchens sein.

Was hilft gegen die nächtliche Ruhestörung?

Was nun tatsächlich gegen Ihr Schnarchen hilft, hängt davon ab, welcher Schnarchtyp Sie sind.

Mundschnarcher

Bei 80 % der Betroffenen werden Schnarchgeräusche durch das Schlafen mit geöffnetem Mund verursacht. Das Mundschnarchen ist der häufigste und zugleich am einfachsten zu behandelnde Grund fürs Schnarchen. Das Schnarchgeräusch wird dadurch ausgelöst, dass der Betroffene durch den geöffneten Mund atmet.Die Muskeln entspannen sich während des Schlafens, sodass Zunge und Unterkiefer nach hinten fallen. Resultat ist eine Verengung der Atemwege, was zu einer Erhöhung des Atemflusses führt und die Luft in Schwingung versetzt. Die störenden Schlafgeräusche entstehen durch die Vibration von Gewebe und Muskulatur.

Lösung: Ein Kinnband hilft, den Mund während des Schlafs geschlossen zu halten und sorgt so sanft für Abhilfe. Das elastische Anti-Schnarchband verhindert, dass der Unterkiefer im Schlaf nach hinten fällt. Das Band wird um Kinn und Kopf gezogen und mit Klettband geschlossen. So hält es den Kiefer in der optimalen Position und sorgt dafür, dass der Mund nachts geschlossen bleibt, die Mundschleimhaut nicht austrocknet und der Schnarcher wieder natürlich durch die Nase atmet.

Rachenschnarcher

Eine Verengung im hinteren Rachenraum kann ursächlich für das Schnarchen verantwortlich sein. Schuld daran ist eine Erschlaffung der Rachenmuskulatur. Unterkiefer und Zungengrund rutschen beim Schlafen nach hinten und verengen den Rachen. Eine normale Atmung ist nicht möglich, was zum Schnarchen führt, welches sich oft hoch und explosionsartig anhört. Sobald sich der Betroffene auf die Seite dreht verstummt das Schnarchen.

Im Selbsttest können Sie schnell erfahren, ob Sie zu den Rachenschnarchern gehören: Versuchen Sie  bei geöffnetem Mund ein Schnarchgeräusch zu machen. Anschließend strecken Sie die Zunge so weit wie möglich heraus und halten sie diese mit den Zähnen sanft fest. Versuchen Sie nun zu schnarchen. Ist das Geräusch leiser als davor? Dann ist Ihr Rachenbereich im Schlaf verengt.

Die Lösung: Eine Schnarchschiene verhindert ein Zurückrutschen des Unterkiefers und hält den Zungengrund in Position. Dadurch mindert sie nächtliche Schnarchgeräusche oder unterbindet sie sogar ganz.

 

Nasale Schnarcher – Nasenschnarcher

Nasales Schnarchen entsteht durch die Verengung der Atemwege beispielsweise bei Erkältungen mit Schnupfen (Sinusitis), Allergien oder durch eine Nasenscheidewandverkrümmung (Nasenseptumdeviation). Bei einer Erkältung atmet der Betroffene, auf Grund der verstopften nase, zusätzlich durch den Mund. Das weiche Rachengewebe fällt durch den entstandenen Druck zusammen und vibriert beim Atmen.


Sie wachen morgens mit schlechtem Atem, Kopfschmerzen oder trockenem Mund auf? Dann könnten Sie möglicherweise ein nasaler Schnarcher sein. Ein simpler bringt Ihnen Gewissheit:

Stellen Sie sich vor einen Spiegel, halten ein Nasenloch zu, schließen den Mund und atmen tief durch den offenen Nasenflügel ein. Fällt er durch den Luftsog zusammen und nur, wenn der andere Nasenflügel verschlossen ist? Sie sind sehr wahrscheinlich ein sogenannter Nasenschnarcher. 

Die Lösung: Ein Nasenspreizer – auch Nasendilator genannt- hält den Luftkanal durch die Nase offen. Dieses erleichtert die Nasenatmung. Die Schwingungen der Gaumenwand, welche für das Schnarchen verantwortlich ist, werden verhindert.

Wir empfehlen Ihnen jedoch das Schnarchen mit Ihrem Arzt zu besprechen, ebenso die anatomischen Ursachen.

 

 

 

 

 

 

 





Vollständigen Artikel anzeigen

Hallux Valgus - Schmerzende Zehengelenke
Hallux Valgus - Schmerzende Zehengelenke

Januar 07, 2019

Vollständigen Artikel anzeigen